VON FRANK DAHLMANN
Raven statt Rasen: Der Wallringtunnel am Hauptbahnhof wird von Sonnabend, 18 Uhr, bis Sonntag um 12 Uhr für Autos gesperrt. Dann ist eine der verkehrsreichsten Straßen frei für 1500 technobegeisterte Szenegänger.
Die außergewöhnliche Party in der Betonröhre organisiert Georg Roll, Betreiber des Techno-Clubs "Tunnel" an der Großen Freiheit. "Mehr kann man aus dem Namen ,Tunnel' nicht machen", freut er sich.
Drei Monate hat er für die Vorbereitungen gebraucht. Nachts fuhr er zum Wallring und zählte Autos. "Zehn pro Minute - kein Problem, die können auch mal oben langfahren", fanden selbst Beamte der nahen Polizeiwache am Klingberg, die sich als Techno-Freaks entpuppten. "Der eine bedauerte sogar, am Wochenende nicht dabeisein zu können", sagt Roll. Auch das Bezirksamt Mitte zeigte sich kooperativ.
So werden am Sonnabend beide Tunnel-Enden für Autos verschlossen, die Raver müssen den Eingang an der Alsterseite benutzen. Zur Sicherheit bleibt eine Röhre als Fluchtweg frei. In der anderen werden am tiefsten Punkt Licht, eine Bar und die Musikanlage für DJs wie Krid-Kid, Dave X, Baphomet, Dean und Hunter aufgebaut. Der Rave im Auto-Tunnel kostet 35 Mark.
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