Stockholm (dpa) - Das iranische Team «Sharif Rocs» hat am Mittwoch
in Stockholm die Weltmeisterschaft in der Königsklasse des
Roboterfußballs gewonnen. Im Finale für mittelgroße Roboter in der
Middle Size League besiegten die metallenen Computerkicker aus Iran
das «Azzura Robot Team» aus Rom mit 3:1.
Die Italiener hatten zuvor die «Ulm Sparrows» von der Universität
Ulm mit 4:1 und im Halbfinale den CS Freiburg mit 2:1 nach einer
hauchdünnen Entscheidung in der Verlängerung ausgeschaltet. Das
entscheidende Tor fiel, als ein italienischer Roboter von 50
Zentimeter Höhe den Ball um 0,04 Sekunden schneller in das
gegnerische Tor rollen konnte als sein Freiburger Kontrahent.
In den anderen beiden Klassen des Turniers am Rande des 16.
Weltkongresses für künstliche Intelligenz schafften deutsche Teams
zwar den Sprung ins Finale, verloren hier aber noch klarer als ihre
derzeit wenig erfolgreichen Kicker-Kollegen aus Fleisch und Blut. In
der Simulations-Liga verlor Magma Freiburg gegen CM United von der
US-Universität Carnegie mit 0:4.
Bei den bis zu 15 Zentimetern hohen Klein-Robotern in Small Robot
League fiel die Niederlager für die FU Fighters von der Freien
Universität Berlin gegen die Big Reds aus Cornell in den USA mit 14:0
noch viel höher aus. Zu den Endspielen fanden sich etwa 1 000
Zuschauer ein, deren frenetische Anfeuersrufe bei den
computergesteuerten Robotern aber wirkungslos blieben.
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