Seattle (dpa) - Die Weltmeisterschaft im Roboterfußball, der
RoboCup 2001, ist am Samstag in Seattle (US-Bundesstaat Washington)
angepfiffen worden.
Eine Woche lang treten 111 «Fußballteams» aus 23 Ländern, darunter
14 deutsche Teams, bei dem 5. Internationalen Turnier gegeneinander
an. Je nach Größe - von 15 Zentimetern bis zum Format menschlicher
Fußballspieler - kämpfen die Roboter in vier Wettkampfklassen um die
Trophäen. Sie wurden vorab so programmiert, dass sie selbst die
Entscheidung über Bewegungen und die Spielstrategie treffen müssen.
Nach dem Anpfiff dürfen die «Trainer», Ingenieure und
Computerfachleute renommierter Universitäten aus aller Welt, nicht
mehr in den Spielverlauf eingreifen.
14 deutsche Teams, darunter die «Brainstormers» von der
Universität Karlsruhe oder «Virtual Werder» von der Universität
Bremen, sind zur Weltmeisterschaft gereist. Seit dem ersten Roboter-
Soccer-Turnier, das 1997 mit 12 Mannschaften in Japan ausgetragen
wurde, ist die Veranstaltung zu einem großen «Sportereignis» mit über
20 000 Zuschauern angewachsen.
Für die Ingenieure und «Trainer» sind die Fußballkenntnisse der
Roboter nur ein Nebenprodukt. Ihre Forschung gilt der Entwicklung von
künstlichen Helfern, die in Teamarbeit medizinische Operationen
ausführen oder in Katastrophengebieten eingesetzt werden können. Am
Ende des RoboCup-Turniers tauschen die Erfinder ihre Software aus, um
das Spieltempo und den technischen Fortschritt zu beschleunigen. In
den letzten fünf Jahren hätten sie enorm viel dazugelernt, sagte
Martin Riedmiller vom Team «Karlsruhe Brainstormer». Die virtuelle
Fußball-Elf würde jetzt bereits «wie ein richtiges Team» taktische
Entscheidungen treffen, Pässe und Flanken ausführen und gegen
schlechtere Mannschaften haushoch gewinnen.
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