Dienstag, 9.02.2010

| | Impressum | Kontakt | Hilfe




10.08.2001
ARCHIV: Nachrichten
 

Superkluge Roboter bleiben Zukunftsvision

Seattle (dpa) - Roboter, die nicht nur aussehen wie Menschen,

sondern auch Gefühle haben - so sieht im neuesten Film von Steven

Spielberg die nicht allzu ferne Zukunft aus. Der Titel des Streifens

lautet A.I., das steht für Artificial Intelligence, und dieser

Künstlichen Intelligenz widmete sich auch eine Konferenz, die am

Freitag in Seattle (US-Bundesstaat Washington) endete.

Gut 2500 Forscher versammelten sich, und schon vor den Vorträgen

begann ein besonders populärer Teil der Konferenz: Die

Weltmeisterschaft der Roboterfußballer, der so genannte Robocup.

Ingenieure und Informatiker zeigen am Beispiel des Fußballspiels, wie

Maschinen möglichst nah ans selbstständige Arbeiten herangebracht

werden ein Roboter, der einen perfekten Elfmeter schießt, kann in

Zukunft vielleicht zum nützlichen Helfer in der Industrie

weiterentwickelt werden.

Über konkrete Anwendungen neuester AI-Forschungsergebnisse

berichtete als Stargast der Microsoft-Chef Bill Gates. Er machte in

seiner Heimatstadt Werbung für große Zukunftsprojekte seines

Unternehmens, etwa die Entwicklung von vollautomatischer

Spracherkennungssoftware. Diese Programme sollen innerhalb der

nächsten Jahre marktreif werden. Die praktische Anwendung der

Spracherkennung sogt aber immer wieder für Heiterkeit.

Auf der Bühne in Seattle stand ein Assistent von Bill Gates. Er

sprach den Satz «Vielleicht ist es jetzt Zeit für eine Beförderung».

Diese Worte sollten vom Prototyp eines neuartigen Diktiergeräts in

Schrift umgewandelt werden. Heraus kam dabei der Vokabelsalat

«Bedrohung wird Beförderung», und das brachte selbst den Chef des

peinlich berührten Assistenten zum Schmunzeln.

Gates sagte, sein Unternehmen werde in die Weiterentwicklung

solcher Produkte Milliardenbeträge investieren. Und auch die

wissenschaftliche Grundlagenforschung werde in Zukunft verstärkt

unterstützt. Microsoft zahlt deshalb 7,2 Millionen Dollar (rund 16.

Mio. DM) für ein neues Zentrum für Computerwissenschaft, das an

Seattles University of Washington entsteht.

Der Microsoft-Gründer berichtete allerdings auch, dass er selber

überrascht sei, wie bescheiden die bisherigen Fortschritte der AI-

Entwicklung seien. «In den siebziger Jahren herrschte riesiger

Optimismus man dachte, dass die Probleme in fünf bis zehn Jahren

gelöst sein würden», erinnerte sich Gates. «Ich gehörte zu diesen

Optimisten. Aber 25 Jahre später bleiben einige der größten Probleme

ungelöst.»

«Wie zum Beispiel bringt man einen Computer dazu, aus eigenen

Fehlern zu lernen und solche Fehler nicht zu wiederholen?» Auf solche

Fragen gebe es immer noch keine endgültigen Antworten, sagt der der

junge Forscher Thilo Weigel von der Freiburger Albert-Ludwigs-

Universität. Die Informatiker des Teams CS Freiburg gehören zur Elite

des Roboter-Fußballs; die Ziele seien aber immer noch bescheiden,

berichtet Weigel. Man sei schon zufrieden, wenn die autonomen Roboter

auf dem Spielfeld nicht wild auf ihre Gegner losrassen.

Ressort:


 

Mit Abschicken Ihres Kommentars akzeptieren Sie die Verhaltensrichtlinien.

 
 
 

 


Seitenanfang



 
 
 

VIDEOS FÜR HAMBURG

TVenty

MEHR MOPO

 

 





© Copyright 1996-2010 MOPO Online GmbH