VON SEBASTIAN RAEDLER
Um es gleich zu sagen: Es war nicht der schwarze Block, der sich gestern auf der Spitaler Strasse versammelte, um an die seit fast einem Monat inhaftierten Demonstranten von Genua zu erinnern.
Gerade einmal fünfzehn Jugendliche trafen sich in der City - im Autonomen-Look, mit ein paar Eimern Farbe und mit viel Angst vor der Polizei.
Um 12 Uhr entrollten die Demonstranten ihre Plakate auf der Spitalerstraße, pinselten menschliche Umrisse (wie bei einem Mord) auf den Asphalt und bemühten sich im Protest-Sprechchor: "Genua, das war Mord, Widerstand an jedem Ort."
Da schlugen die Zivilfahnder zu, nahmen Personalien auf und sorgten mit ihrem Eingreifen erst dafür, dass Passanten auf die Mini-Demonstration aufmerksam wurden.
Wirkungsvoller machte sich eine Gruppe in Geselsenkirchen für die Freilassungen stark: Sie besetzte das Büro des grünen Bundestagsabgeordneten Ludger Volmer. Der erfuhr davon an seinem Ferienort auf Ischia.
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