Roboter können im Fußball nicht mal der F-Jugend den Ball reichen. Menschliche Fußballer orientieren sich, ohne groß darüber nachdenken zu müssen, auf dem Platz, erkennen Ball, Tor und Gegner, reagieren auf die jeweilige Situation und spielen zusammen.
Ihre maschinellen Pendants, die auf Rädern daher kommen, weil der Gang auf Beinen alleine schon zu viel Rechenpower kostet, müssen das alles erst mühsam beigebracht bekommen. Und da stehen die Forscher ganz am Anfang. Bis die ersten Apparate bundesligareif sind, vergeht laut Experten noch rund ein halbes Jahrhundert. Bei den regelmäßig stattfindenden Meisterschaften kämpfen die Kickerautomaten mehr mit sich selbst als mit dem Gegner. Allein den roten Ball in unterschiedlicher Entfernung und Beleuchtung zu erkennen, überfordert einige. Manche attackierten etwa heftig die Spielfeldbegrenzung, weil sie ein rotes Hemd im Zuschauerraum als das runde Leder identifiziert hatten. "Allein den Ball und das Tor zu finden ist beim Roboterfußball ein Riesenproblem", urteilt Gerhard Kraetzschmar, Informatiker an der Universität Ulm, der selbst zwanzig Jahre lang aktiv Fußball gespielt hat.
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