VON TOBIAS SCHORMANN
Ein Wettkampf ganz besonderer Art: Als Semester-Abschlussarbeit schickten die Informatik-Studenten an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Roboter in den Wettkampf.
Drei Wochen hatten die sechs Teams der Studenten Zeit, um den Maschinen aus Legotechnik künstliches Leben einzuhauchen. Gestern kam es bei der Veranstaltungsreihe "Wirtschaft trifft Wissenschaft" des Hochschulforums der Wirtschaft (HWi) in der Handelskammer dann zum Showdown: Die Roboter traten gegeneinander an, um zu zeigen, wie sich die Arbeit der Studenten in der Praxis bewährt.
Die Wettkampf-Aufgabe: Die Roboter mussten in einem Hindernis-Parcours möglichst viele Cola-Dosen aufsammeln und sie über die Ziellinie bringen. Die Roboter fanden sich dabei völlig selbständig zurecht: Über Infrarot-Sensoren und Metall-Detektoren kann ihr Rechen-"Hirn" die Hindernis-Wände und Dosen erkennen.
"Wir wollen die Studenten mit dieser Aufgabe auf die Realität ihrer Arbeitswelt vorbereiten", erklärt Professor Kai von Luck von der Hochschule für angewandte Wissenschaften. "Während in den Lehrbüchern stets nur eine richtige Lösung vermittelt wird, müssen die Studenten hier improvisieren und eigene Lösungsansätze entwickeln, die ganz verschieden aussehen können."
Bereits im Vorprogramm präsentierten die Technik-Tüftler einige echte Hingucker. Der hochbegabte Schüler Hendrik Surm führte stolz seinen Roboter "Nightrider" vor: ein mit Kamera ausgestatteter Rennwagen, den er mit einem Joystick bewegen kann. "Technik macht mir Spaß", sagt der Zwölfjährige. Arne Dieckmann (27) konnte sich mit seinem Roboter sogar unterhalten - er hat eine eingebaute Spracherkennung.
Die Studenten Andre Schwarze (27) und Hai Dang (29) gingen mit ihrem Robo-Flitzer "Speedy 13" beim Rennen an den Start. "Ich habe diesen Wettkampf schon einmal vor meinem Studium gesehen. Jetzt freue ich mich, endlich selber dabei zu sein", sagt Andre Schwarze.
Natürlich kam der Spaß bei der Veranstaltung ebenfalls nicht zu kurz: "Jeder Roboter bekommt einen Namen, und die Zuschauer feuern sie beim Wettkampf kräftig an. Vor allem Kinder sind vollkommen fasziniert, dass sich da ein Haufen Lego einfach selbständig bewegt", erzählt Professor Kai von Luck. "Vor einigen Jahren haben wir sogar ein Roboter-Fußballspiel veranstaltet."
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