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24.07.2002
ARCHIV: Großstadt-Film
 

Taxi – Eine Nacht in Buenos Aires

VON GISELA KRUSE

Überleben im Großstadt-Dschungel

Die Story: Dunkel und einsam sind die Vorstadtstraßen, in denen Esteban sich nächtens rumtreibt. Seine Spezialität: Taxifahrern gewaltsam ihr Auto entwenden. Bevor er den Wagen am Morgen zu seinen Hehlern bringt, spielt er ein wenig den Taxichauffeur, kassiert ein paar Pesos, redet mit den Fahrgästen über Gott und die Welt. Eines Nachts steigt ein verängstigtes junges Mädchen ein und bricht verletzt in seinem frisch geklauten Taxi zusammen. Sein erster Impuls ist es, sie sich selbst zu überlassen – nach dem Gesetz der Straße, wo jeder sich selbst der Nächste ist. Doch er besinnt sich, versorgt zu Hause ihre Wunde, ehe er sie am Krankenhaus absetzt. Danach verliert er die Spur der Unbekannten, doch sie macht sich auf die Suche nach ihrem Retter …

Die Schauspieler: Schweigsam und pausenlos rauchend streift Diego Peretti als melancholischer Überlebenskämpfer durchs neon-schillernde Buenos Aires, trifft beim Kampf ums nackte Überleben ganz unvermutet auf Liebe.

Die Regisseurin: Mit langen ruhigen Einstellungen entwickelt Gabriela David in ihrem Erstlingsfilm eine atmosphärisch dichte, verhaltene Liebesgeschichte von den düsteren Rändern einer mitleidlosen, zusehends verarmenden Gesellschaft.

Fazit: Zärtlich-melancholische Großstadt-Ballade vom Finden, Verlieren und Wiederfinden.


Note: 2; 93 Min.;
3001 Kino

Ressort: /plan7/kinos_filme/filmkritiken


 

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