MARCUS HEYL
Scientology im Mundsburg-Center
"Das haben wir nicht gewusst", sagt Joachim Kolb (51) vom Management des Mundsburg-Centers an der Hamburger Straße. Seit Dienstag läuft hinter den Drehtüren des belebten Zentrums mit Kino die Ausstellung "Psychiatrie: Tod statt Hilfe". Verantwortlich dafür ist die "Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte". Und hinter der steckt Scientology.
Eine Ausstellungshelferin: "Wir sammeln hier Unterschriften gegen die Verletzung von Menschenrechten." Dutzende haben schon unterschrieben. Die Listen sollen später an eine Behörde gehen. Welche das genau sein wird, konnte die Frau allerdings nicht sagen. Die Ausstellung vor den Rolltreppen soll noch bis Donnerstag laufen.
Kolb: "So etwas gab es in München schon einmal. Wir wollen das nicht unterstützen." Am Donnerstag habe er dem Veranstalter die Fläche für die Ausstellung gekündigt.
Die Kommission zeigt sich unbeeindruckt: In einer Presseerklärung verbreitete sie, die Kündigung sei "fehlgeschlagen".
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