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03.01.2005
ARCHIV: POLIZEI
 

Bayerische Verhältnisse

FRANK RESCHREITER

Augsburger Firma liefert blaue Uniformen für Hamburgs Polizei

Da schau her! Bei der Hamburger Polizei schleichen sich bayerische Verhältnisse ein: Jackets und Hosen der neuen blauen Uniformen, mit denen die Beamten von der Waterkant ab Mai auf Streife gehen werden, stammen doch tatsächlich von den "Bazis" - sie werden von der Augsburger Koppe AG geschneidert.



Doch wer dahinter einen geschickten Schachzug von Innensenator Udo Nagel (parteilos) - selbst waschechter Bayer - vermutet, liegt daneben: Das Augsburger Unternehmen hatte schlicht die Ausschreibung zur Herstellung der von Star-Designer Luigi Colani entworfenen Uniform gewonnen. Und außerdem steckt ja bekanntlich Ex-Innensenator Ronald Schill hinter dem Projekt. Der hatte die alte 1973 entworfene schlammgrüne Uniform als "Kartoffelsack" verspottet - und die Umstellung auf Blau lautstark initiiert.



Das kostet zwar stolze 1,7 Millionen Euro, doch Hamburgs Polizisten freuts: Schließlich gilt das Auslaufmodell intern als hässlichste Uniform Europas, die vom Tragekomfort einer Rüstung ähnelt. Folge: Im Sommer schwitzen die Beamten, im Winter frieren sie.



Damit ist es in den strapazierfähigen blauen Uniformen vorbei, wie erste Tests bewiesen haben. "Wir machen hier Kleidung auf dem Niveau eines guten Anzugs", sagt Koppe-Chef Manfred Koppenhauser. In der Augsburger Zentrale (18 Mitarbeiter) wurden Muster von jedem Modell geschneidert und die Schnitte perfektioniert, produziert wird in Rumänien.


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