Dienstag, 9.02.2010

| | Impressum | Kontakt | Hilfe




29.04.2006
ARCHIV: 1500 Euro Beute
 

Rosa Spiderman auf Diebestour

SASCHA BALASKO

Linke Aktivisten stürmen verkleidet »Frische Paradies« am Fischmarkt

Sie nennen sich "Santa Guevara", "Spider Mum" und "Multiflex". Ihre Verkleidung ist genauso fantasievoll wie die Namen: rosa Spiderman-Outfit, bunte venezianische Karnevalskostüme. Derart vermummt stürmten zehn bis 15 linke Autonome den Gourmet-Großmarkt "Frische Paradies Goedeken" an der Großen Elbstraße (Altona) und ließen Delikatessen im Wert von mehr als 1500 Euro mitgehen.

Der Raubzug war nach wenigen Momenten vorüber. Offenbar hatte ein Mitglied der Gruppe kurz zuvor mehrere Einkaufskörbe mit den edlen Lebensmittel gefüllt: unter anderem mit Magnum Flaschen des Champagners Ruinart (99,53 Euro), Filet vom Kobe-Rind (108,46 Euro pro Kilogramm), Hirschkeulen, edles Olivenöl und teure Valrhona-Schokolade. Dann kamen die Komplizen, schnappten sich die prall gefüllten Körbe und rannten aus dem Laden.

Kurz darauf rasten 14 Peterwagen durch Altona. Der Polizeihubschrauber Libelle machte sich aus der Luft auf die Suche nach den Flüchtigen. Bisher ohne Erfolg. Offenbar hatten sich die bunt maskierten Ladendiebe akribisch vorbereitet.

Einer völlig verdutzten Mitarbeiterin des Frische Paradies" drückten sie einen Blumenstrauß in die Hand. Daran befestigt eine Botschaft: "Ein Überleben in der Stadt der Millionäre" wäre ohne sie nicht möglich. "Obwohl wir den Reichtum von Hamburg City produzieren, haben wir kaum etwas davon. Die Orte des Reichtums sind so zahlreich wie die Möglichkeiten sich diesen Reichtum zu nehmen." In einer späteren Erklärung ließen die Aktivisten verlauten, dass sie die Delikatessen in Robin-Hood-Manier an Erzieherinnen, Praktikanten, Putzfrauen und Ein-Euro-Jobber verteilt hätten.

Vor einem Jahr schlug dieselbe Gruppe schon einmal zu. Am 1. Mai stürmten 40 maskierte Männer und Frauen das Restaurant auf dem "Süllberg" im feinen Blankenese. Damals klauten sie den betuchten Gästen Leckereien von den Tellern und schaufelten sie sich rein. Dazu beschuldigten sie den "Süllberg"-Chef Karlheinz Hauser, er bezahle seine Angestellten zu schlecht.

Doch auch gestern war der Spuk schnell vorbei. Nachdem die Demonstranten Lachs und Krabben in ihre Tüten gestopft hatten, verschwanden sie spurlos.

Ressort: HH Hamburg


 

Mit Abschicken Ihres Kommentars akzeptieren Sie die Verhaltensrichtlinien.

 
 
 

 


Seitenanfang



 
 
 

VIDEOS FÜR HAMBURG

TVenty

MEHR MOPO

 

 





© Copyright 1996-2010 MOPO Online GmbH