SVEN TÖLLNER
Der Weltstar und der (Ex-)Azubi - auch privat ein echt starkes Duo
Man muss sie mit der Lupe suchen. Die positiven Aspekte sind beim HSV in diesen Tagen rar gesät. In Frankfurt kam Freude auf über die neu formierte linke Seite der Hamburger. Juan Pablo Sorin und Alexander Laas - der Weltstar und der (Ex-)Azubi bildeten dort die Achse des Guten. Und siehe da: Der 30-jährige Argentinier und der 22-jährige Niendorfer sind auch abseits des Platzes ein Herz und eine Seele.
"Wir kommen sowohl sportlich als auch menschlich sehr gut miteinander klar", bestätigt Laas den Eindruck, der sich den Trainings-Beobachtern schon länger aufdrängt. Die beiden Linken spielen Fußballtennis im Kabinen-Trakt (meist gewinnt Laas), kommen gemeinsam zum Trainingsplatz, scherzen zwischen den Übungen, diskutieren. In welcher Sprache eigentlich? Laas: "Meist auf Englisch, aber ich versuche, ihm immer mehr deutsche Wörter beizubringen." Sorin lernt von Laas die Sprache, Alex profitiert auf dem Platz von der Erfahrung seines international renommierten Hintermannes. "Du kannst dich auf mich verlassen", sagte Sorin in Frankfurt vor dem Spiel zu Laas. "Er hilft mir, ich setze das um", freut sich der Mittelfeldmann, der bei der Eintracht ein starkes Startelf-Debüt gab.
Auch der Trainer hat gesehen, dass ihm mit der Neubesetzung der linken Außenbahn ein effektiver Schachzug gelungen ist. "Wenn da ein argentinischer Nationalspieler hinter dir steht, gibt das natürlich Sicherheit", meint Doll. Auch dass Laas und Sorin privat gut miteinander auskommen, hat Doll wohlwollend registriert. Der Coach: "Alex ist ein umgänglicher Typ, mit dem man schnell warm wird - und Juan sowieso." Der Argentinier (wurde von Nationalcoach Alfio Basile nicht für den Testkick in Spanien am 11. Oktober nominiert) hat sich nahtlos in die Hamburger-Riege eingereiht, beansprucht keinerlei Extrawürste. "Er ist kein Typ, der die Welle macht", bestätigt sein Kumpel Laas. Nur auf dem Platz soll die Post abgehen - über links und möglichst oft gemeinsam.
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