JÖRG BRANDES
Ein Film, so seltsam wie sein Titel
Die Story: Am Vorabend ihrer Hochzeit bricht die Opernsängerin Malvina (Amira Casar) auf der Bühne tot zusammen. Dabei hatte Dr. Droz (Gottfried John) seine Hände im Spiel, der die Leiche auf sein abgelegenes Anwesen verschleppt. Dort belebt er Malvina wieder, hält sie aber in einem tranceartigen Zustand. Droz, der sich für ein verkanntes Komponisten-Genie hält, studiert mit der Gefangenen eine eigene Oper ein. Zur Wartung seiner Musikautomaten engagiert er den Klavierstimmer Felisberto (Cesar Sarachu). Der verliebt sich in Malvina und will sie aus den Fängen seines Auftraggebers befreien.
Die Schauspieler wandeln ziemlich ausdruckslos durch den Film. Das ist hier durchaus gewollt.
Die Regisseure: Die Zwillinge Stephen und Timothy Quay drehten bereits viele künstlerische Animationskurzfilme. Kein Wunder, dass sich die Brüder in ihrem zweiten Langfilm nach "Institute Benjamenta" (1995) hauptsächlich auf die Wirkung ihrer Bilder verlassen, während man der verworrenen und märchenhaften Geschichte nur schwer zu folgen vermag. Das seltsame Geschehen vollzieht sich in einer fantastischen Welt voller surrealistischer und expressionistischer Elemente und irritierender Geräusche. Optisch besonders eindrucksvoll sind die nostalgisch anmutenden Spielautomaten mit ihrer ausgetüftelten Mechanik.
Fazit: Kunstkino mit visueller Sogkraft.
Info:
114 Min.; 3001 Kino (OmU)
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