FF
Nur keine klaren Verhältnisse. Mögen Album und Tour auch diesen Titel tragen, aus dem Munde des singenden Germanisten Heinz Rudolf Kunze muss so eine Formulierung zweideutig gemeint sein.
Fragezeichen. HRK hinterlässt sie nur zu gern. Auch in Hamburg: Warum geht der Mann mit einer Rockshow in die altehrwürdige Laeiszhalle und überfordert deren Akustik? Warum hat der 50-Jährige sich jüngst mit seiner Eurovision-Song-Contest-Bewerbung eben jenem Medium in die Arme geworfen, dem er "von Jahr zu Jahr neue Tiefstände des Vulgären, Widerwärtigen" attestiert - obwohl er doch lieber den Wortkünstler gibt: "Es klingt wie eine Floskel, es ist eine Floskel - aber manchmal sind Floskeln auch wahr."
Macht sie aber nicht besser, werter Dichter - wie übrigens auch den seit mehr als drei Jahrzehnten produzierten Mix aus Rock und Pop nicht. Egal, Kunze-Fans erwarten Handwerk und keinen Einfallsreichtum.
Und was hat er nicht alles schon für Songs geschaffen! Auch wenn sich zumindest der Nicht-Fan fragt, ob der Sprachakrobat ("Erst das Kioto-Protokoll, dann das Tokio Hotel.") nicht manchen davon hätte besser ruhen lassen. Aber vielleicht war ja auch der Reim auf Schmerz schon damals ganz anders gemeint?
Mit Abschicken Ihres Kommentars akzeptieren Sie die Verhaltensrichtlinien.
Artikel drucken
Artikel versenden
Leserbrief schreiben
Meinung sagen und diskutieren
Zurück zur Übersicht
Zu Social-Bookmarking-Diensten hinzufügen:
Der Fortschritt hält Einzug mehr
Die wichtige Aufgabe der Frau Matthäus mehr
Die Doktorandin und die Wohnung mehr
Ärger im Restaurant? So wehren Sie sich! mehr
Nachhilfeunterricht ist oft ein Statussymbol mehr
CDU in Not - jetzt muss die GAL bluten mehr