FREDERIK AHRENS
Hamburger verschlafen die erste Halbzeit in Balingen / „Pommes“ mit neun Treffern
Das Beste war der Blick auf die Tabelle. Der HSV Handball hat sich durch den 28:27 (13:18)-Zittersieg bei der HBW Balingen-Weilstetten auf Platz drei verbessert. Nordhorn hatte in Gummersbach verloren. Die Hamburger selbst kamen mit einem dunkelblauen Auge gerade noch davon.
Balingen wird von den 2250 Zuschauern (darunter sechs HSV-Fans) von Beginn an energisch nach vorne getrommelt. Nach acht Minuten hat Martin Schwalb genug. Das 2:5 zwingt den HSV-Trainer zur Auszeit. Sie weckt zumindest Pascal Hens, der mit der aggressiven Deckung der Schwaben noch am besten zurechtkommt. Drei Treffer von „Pommes“ bringen den HSV auf 9:10 heran (19.).
Auf der Gegenseite trifft Balingen aber weiter nach Belieben. Jogi Bitter kriegt in den ersten zwanzig Minuten nur einen Ball zu fassen. Sekunden vor der Pause liegt der HSV mit sechs Toren zurück (12:18).
Nach 40 Minuten der Bruch. Bei den Balingern schwinden Konzentration und Kondition. Und Bitter findet seine Form, lässt in 14 Minuten nur einen Ball durch. Hens trifft zur ersten Führung (23:22, 49.). Doch selbst das zwischenzeitliche 26:23 bringt keine Sicherheit ins HSV-Spiel. Erst die Schlusssirene beendet das Zittern. „Die erste Halbzeit war dramatisch, aber wir müssen das nüchtern sehen“, resümierte Schwalb. „Wir haben zwei Punkte gebraucht und sie geholt.“
Tore HSV: Hens (9), Lindberg (5/4), Yoon (5), Jansen (4), B.Gille (3), Schröder, Lijewski (je 1); Bester Werfer für Balingen: Cho (7/1); Strafminuten: 8 / 6.
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