WIEBKE STREHLOW, RÜDIGER GAERTNER
Branimir C. musste sterben, weil er »blöd geguckt« hatte
Diese Aussage - sie macht wütend und fassungslos. Weil Branimir C. (27) seinen Widersacher "blöd angeguckt" hatte, musste er sterben. Der Mann prügelte den erfolgreichen Jungunternehmer vor der Diskothek "Balkan Night" am Schippelsweg (Niendorf) in der Nacht zum 1. Weihnachtstag nieder. Wenig später erstickte Branimir C. an seinem Blut (MOPO berichtete). Nun fasste die Polizei den Schläger. Es ist Hasan A. (21).
Die Eltern des Opfers können die Tat nicht begreifen. "Manchmal verbringe ich Stunden im Zimmer meines Sohnes. Aber er kommt nicht herein. Wir können nicht fassen, dass er nie wieder bei uns sein wird", sagt Mutter Branca C. (50) weinend. Ihr Mann Rudolf (63) nimmt sie tröstend in die Arme. Dass sein Sohn in einen Streit verwickelt gewesen sein soll, kann sich der Vater nicht vorstellen. "Er war doch immer so freundlich und hilfsbereit. Mein Junge hatte keinerlei Aggressionen gegen andere Menschen", sagt er.
Aggressionen - die hatte offenbar aber Hasan A. Durch Zeugenaussagen kamen Ermittler dem 21-Jährigen nun auf die Spur. Sie nahmen ihn gestern Morgen um 5.36 Uhr in seiner Wohnung in Schnelsen fest. Bereits in der Diskothek hatte er sich mit dem Opfer gestritten. "Der hat mich blöd angeguckt", sagte der Täter gegenüber Polizisten. Deshalb habe er ihm auf dem Parkplatz ins Gesicht getreten und geschlagen, so der Täter. Die Eltern hoffen nun, dass Hasan A., der in U-Haft sitzt, seine gerechte Strafe bekommt.
Zitat:
"Er hat mich blöd angeguckt. Deshalb gab es Streit"
Der Täter Hasan A. (21)
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