Dienstag, 16.03.2010

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05.02.2008
ARCHIV: MILLERNTOR
 

Aufbruchstimmung

BUTTJE ROSENFELD

Nordtribüne fertig

Es gibt noch jede Menge zu tun - und doch ist es sicher: Nach der neuen Südtribüne wird auch der Überbau im Norden mit 2500 zusätzlichen Sitzplätzen zum Anpfiff am Freitag um 18 Uhr gegen Jena fertig! Dadurch wächst die Kapazität auf 24000 Zuschauer - Rekord am Millerntor seit der Fertigstellung anno 1961.

Die Aufbruchstimmung beim Kiez-Klub - sie war gestern deutlich zu spüren. Abwehr-Ass Marcel Eger freute sich angesichts der neuen Aluminium-Ränge: "Je mehr Leute uns unterstützen können, umso besser." Und Mittelfeldspieler Florian Bruns frohlockte: "Geil, dass alle Seiten zu sind. Die Stimmung wird jetzt bestimmt noch besser."

Eine Dreiviertelmillion Euro kostet die Zusatz-Tribüne, die von den Schweizer Gerüstbau-Experten "Nüssli" laut Präsident Corny Littmann "klammheimlich und in Windeseile" gebaut wurde und dreieinhalb Jahre stehen soll. Der Boss glaubt, dass sich die Kosten rentieren: "Wenn wir die Haupttribüne in Angriff nehmen, fallen 3000 Sitzplätze weg."

Heute beginnt der Kartenverkauf. Littmann will versuchen, die 2000 für St. Pauli-Fans zur Verfügung stehenden Plätze (500 sind für Gäste) in Form von "Ticketpaketen" zu veräußern: "Sie kosten 199 Euro plus drei Euro Systemgebühr für die Rückrunde." Sind bis Donnerstag nicht alle weg, werden Einzelkarten zum Preis von 29 Euro angeboten.

Heute wird ab 18 Uhr nochmal im "Ballsaal" am Millerntor über den "Millerntaler" diskutiert. Anwesend: Caterer, Präsidium und Chipkarten-Verweigerer. Littmann wird dann wohl erzählen, was er der MOPO bereits verriet: Bei St. Pauli wird - nach Kölner Vorbild - über eine "Payment"-Kreditkarte nachgedacht. Auch ein Thema ist das "Print at home"-System: Jeder Fan kann sich dann Karten via Internet selbst ausdrucken, muss sie beim Spiel von Lesegeräten (wie beim HSV) checken lassen. Auch ein Ticketkauf per Handy soll in ein, zwei Jahren machbar sein. Littmann: "Es gibt Sozial-Romantiker, die würden gern noch in D-Mark zahlen. Aber Gewohnheiten und Abläufe ändern sich."


 

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