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25.07.2008
ARCHIV: 2500 Globalisierungskritiker wollen citynah zelten
 

Polit-Streit um Massen-Camping

STEPHANIE LAMPRECHT

Am 22. August wollen sie den Flughafen lahmlegen

Hamburg wird zum gigantischen Campingplatz für Globalisierungskritiker: Bis zu 2500 Teilnehmer erwarten die Organisatoren des "Antira-Klimacamps 08" vom 15. bis 24. August. Weil der Bezirk Mitte das Massen-Zelten im Elbpark Entenwerder verboten hat, drohen die linken Aktivisten nun mit "wildem Camping" in der City. Außerdem wollen sie mitten in den Sommerferien den Flughafen lahmlegen und den Bauplatz des geplanten Kohlekraftwerks Moorburg besetzen.

Gestern haben schon mal ein paar Antira-Klima-Camper (Antira steht für "antirassistisch") kurzzeitig ihre Zelte auf Entenwerder aufgeschlagen. Per Banner sendeten sie eine Kriegserklärung an das Bezirksamt: "Wir campen im Bezirk Mitte." Bezirksamtssprecher Andreas Lange: "Es gibt keine gesetzliche Grundlage für das Campen in Grünanlagen. Notfalls lassen wir das Camp durch die Polizei räumen."

Angebotene Flächen in Wilhelmsburg und am Eichbaumsee (Bergedorf) lehnten die Globalisierungsgegner ab: Zu fern der City. "Wir wollen mit unserem Protest sichtbar sein", sagt Ines Koburger von den Organisatoren. Ihren Strom wollen die Klima-Camper mit Solarzellen und Windrädern selbst erzeugen.

Und die Polizei? Ist noch gelassen. "Wir beobachten das Ganze", so ein Sprecher.

Die geplanten Aktionen:

- 22. August: Massenansturm auf den Flughafen, um die Abfertigung von Fluggästen zu behindern. So soll gegen Abschiebungen protestiert werden.

- 23. August: Besetzung des Bauplatzes in Moorburg.

Ressort: HH Hamburg


 

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