RENATE PINZKE
Eine Woche Klima-Camp. Die MOPO sprach mit GAL-Landeschefin Katharina Fegebank (Foto) über den Protest und die Strategie der Polizei
MOPO: Wie sieht Ihre Bilanz aus?
Katharina Fegebank: Das ist schwierig zu sagen. Es ist richtig und wichtig, dass eine Stadt wie Hamburg den Klima-Campern die Möglichkeit gibt, über Themen wie Klimawandel, Energieversorgung, Migrations-und Flüchtlingspolitik zu sprechen. Das war und bleibt unsere Meinung. Es gab dann durch die Anschläge, von denen immer noch nicht klar ist, in welchem Zusammenhang sie mit dem Klima-Camp stehen, eine Unruhe, die dem Gesamtanliegen nicht besonders zuträglich war.
MOPO: Knüppel, Wasserwerfer, Verletzte. Die GAL hätte sonst nicht mit Kritik gespart.
Fegebank: Wir haben uns ja nicht zurückgehalten. Es landen jetzt Fälle bei uns auf den Schreibtischen, wo über aggressive Polizisten berichtet wird. Wir müssen in Ruhe Bilanz ziehen und die Polizeistrategie sowie das Verhalten einiger Polizisten genau analysieren. Und dann sehen wir, welche Konsequenzen wir in Zukunft ziehen müssen.
MOPO: Wie empfinden Sie einen so massiven Polizeieinsatz unter Schwarz-Grün?
Fegebank: Die Polizei hat durchaus versucht, angemessen deeskalierend einzuschreiten. Gewalt ist kein Mittel der politischen Auseinandersetzung. Eine Aufarbeitung muss her. Und unsere Parlamentarier haben ja die Möglichkeit, Anfragen zu stellen.
MOPO: Wird die GAL als Regierungspartei zwischen den Fronten zerrieben?
Fegebank: Nein. Durch die Regierungsbeteiligung können und müssen wir andere Formen der Auseinandersetzung nutzen. Und das ist uns bisher auch gut gelungen.
Ressort: HH Hamburg
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