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30.08.2008
ARCHIV: KOMMENTAR
 

Gunnar Eisolds Vorwurf an die Kirche

MATHIS NEUBURGER

Ein skandalöser Vorwurf

Gunnar Eisolds Vorwurf an die Kirche ist ein Skandal. Denn Eisolds Meinung macht jegliche Kritik unmöglich. Schließlich könnte sie ja von Extremisten zur Rechtfertigung von Gewalttaten genutzt werden. Hier zeigt sich ein Obrigkeitsdenken, das nicht in eine demokratische Gesellschaft passt. Dieses mit der unmittelbaren Betroffenheit durch die Attacke auf sein Wohnhaus zu rechtfertigen, zählt nicht. Eisold hatte zweieinhalb Wochen Zeit, sich ruhigen Kopfes Gedanken zu machen. Man gewinnt fast den Eindruck, Eisold möchte die Situation nutzen, um mit seinen Kritikern abzurechnen.



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