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22.09.2008
ARCHIV: Innenpolitik
 

Südafrika: Zuma-Vize soll Präsident werden

Johannesburg - Der südafrikanische ANC-Chef Jacob Zuma hat seinen Stellvertreter und Vorgänger Kgalema Motlanthe als Interims-Präsidenten vorgeschlagen.

Johannesburg - Der südafrikanische ANC-Chef Jacob Zuma hat seinen Stellvertreter und Vorgänger Kgalema Motlanthe als Interims-Präsidenten vorgeschlagen. Er würde als Nachfolger des aus dem Amt geschiedenen Präsidenten Thabo Mbeki bis zur Neuwahl im April 2009 regieren.

Offiziell werde der Nachfolger aber «zum passenden Moment» im Parlament präsentiert werden, erklärte Zuma in Johannesburg.

Der Afrikanische Nationalkongress (ANC) von Nelson Mandela dominiert das Parlament - das den Präsidenten bestimmt - mit einer Zweidrittelmehrheit. Zuma nannte Mbekis Rücktritt eine «schmerzhafte und schwierige Entscheidung». Er glaube aber, dass der ANC so in die Lage versetzt werde, dringend nötige Veränderungen durchzuführen, sagte Zuma. Er hatte seinen langjährigen innerparteilichen Rivalen im Dezember als Parteichef abgelöst und sein Amt von Motlanthe übernommen, der es zuvor zehn Jahre ausgeübt hatte. Mbeki hatte Rücktrittsforderungen seiner Partei am Sonntag nachgegeben.

Zuma rief am Montag seine Anhänger zur Unterstützung auf. Er betonte zugleich die herausragende Bedeutung, die eine erfolgreiche Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2010 für Südafrika habe. «Wir werden alles tun, um die WM zu einem Erfolg für Südafrika und den afrikanischen Kontinent zu machen», betonte er in einer Ansprache, die bereits von bevorstehenden Wahlkampf geprägt war. Mbeki hatte angekündigt, nach zwei Amtszeiten nicht wieder zu kandidieren.


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