Am Mittwoch äußern sich in Rostock Verein, Polizei und Ordnungskräfte gegenüber der Presse. Thema: die Ausschreitungen beim Spiel gegen St. Pauli und Lösungen für die Zukunft. Nicht nur das Sicherheitspersonal muss umdenken - auch Repräsentanten des Vereins boten nach der Hetzjagd der Hansa-Hools eine peinliche Vorstellung. Der sportliche Gewinner geriet zum großen Verlierer.
Trainer Frank Pagelsdorf lavierte sich, auf die Krawalle angesprochen, mit dem schwammigen Satz heraus: "Dazu kann man nicht mehr viel sagen." Nein? Schlimmer noch: Aufsichtsrats-Vize Adalbert Skambraks wischte Fragen zur Gewalt mit den Sätzen vom Tisch: "Das soll man nicht so aufbauschen. Das sind doch Nebensächlichkeiten." Aha.
Allein Hansa-Boss Dirk Grabow motzte angesichts des hetzenden Mobs: "Ich kann nicht nachvollziehen, was in deren Köpfen vorgeht, wahrscheinlich sind die Birnen leer." Mittwoch ist es höchste Zeit, dass sich auch Trainer und Spieler positionieren.
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