Washington - Rechnungen über 150 000 Dollar (117 000 Euro) für Kleider und Ausstattung der republikanischen Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin hat US-Medien zufolge ...
Washington - Rechnungen über 150 000 Dollar (117 000 Euro) für Kleider und Ausstattung der republikanischen Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin hat US-Medien zufolge scharfe Kritik unter wichtigen Spendern ausgelöst.
«Ich will mein Geld zurück», zitierte die Online-Zeitung «Politico» am Mittwoch (Ortszeit) einen Geldgeber, der anonym blieb. Es scheine sich zu lohnen, im Rennen um das Weiße Haus anzutreten, sagte ein anderer Spender. «Selbst wenn man verliert, hat man einen Schrank voller neuer Kleider.»
Allein für die Garderobe der Gouverneurin von Alaska seien im September rund 125 000 Dollar ausgegeben worden, berichtete «Politico» unter Berufung auf Dokumente der Partei. Friseurbesuche und Make-up hätten überdies mit mehr als 4700 Dollar zu Buche geschlagen. Daneben seien noch weitere Kosten für Palins Erscheinungsbild aufgelaufen.
«Das schockierende an der Sache ist, dass aufgrund der Finanzkrise die Kandidaten ihre Betroffenheit während des Wahlkampfes zu demonstrieren versuchen, Sarah Palin danach aber in den besten Läden der 7th Avenue shoppen geht», sagte Susan Scafidi, Professorin an der Fordham University School of Law, der «Los Angeles Times». Bereits am 29. August, am Tag der Ernennung Palins zur Vize-Kandidatin, hätten republikanischen Berater entschieden, dass die Gouverneurin neu eingekleidet werden müsse, um in der Öffentlichkeit Punkte zu sammeln, schreibt die «New York Times».
Das Wahlkampflager des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers John McCain teilte inzwischen mit, dass die Kleider nach der Wahl am 4. November einer Wohltätigkeitsorganisation gespendet werden sollen.
Ressort: pl
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