SIMONE PAULS
17 Prozent der Hamburger Betriebe können Lehrstellen nicht besetzen
Sie haben Probleme mit den einfachsten Rechnenarten, können sich nicht ausdrücken und haben keine Disziplin. Viele Ausbildungsplätze sind im vergangenen Jahr leer geblieben - weil die jungen Bewerber zu schlecht waren! Betroffen waren fast 17 Prozent aller Hamburger Betriebe. Das ist fast doppelt so viele wie noch zwei Jahre zuvor.
"Die mangelnde Ausbildungsreife der Schulabgänger macht den Unternehmen immer mehr zu schaffen", sagte Karl-Joachim Dreyer, Vizepräses der Handelskammer gestern. Im Jahr 2006 hatten nur knapp 9 Prozent der Hamburger Unternehmen angegeben, Ausbildungsplätze wegen schlechter Bewerber nicht zu besetzen. 61 Prozent der Betriebe nannten den mündlichen und schriftlichen Ausdruck der Bewerber als größtes Problem, gefolgt von Rechenschwäche, mangelnder Disziplin, geringer Leistungsbereitschaft sowie mangelnde Belastbarkeit.
Laut Handelskammer findet mehr als die Hälfte der Hamburger Unternehmen, dass die Qualität der Bewerber in der vergangenen Jahren nachgelassen hat.
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