MS/RÖER
Ein Bulgare (29) behauptet, den Mann umgebracht zu haben
Es dauerte eine Ewigkeit, bis die Beamten verstanden, was Stefan D. (29) ihnen überhaupt sagen wollte. In gebrochenem Deutsch und mit Händen und Füßen versuchte der junge Bulgare zu schildern, was passiert war. Schließlich gelang es ihm: Er habe einen Mann umgebracht. Die Leiche liege in einer Wohnung an der Bundesstraße.
Zumindest der zweite Teil der Aussage des 29-Jährigen hat sich bislang bestätigt: Wenige Minuten nach Stefan D.s Besuch auf der Wache in St. Georg fand die Polizei gestern Morgen die Leiche von Johannes T. (63) in dessen Wohnung in Rotherbaum. Bisher ist unklar, wie der Antiquitäten- und Kunsthändler, der seine Wohnräume direkt hinter seinem Geschäft hatte, ums Leben gekommen ist. Gleiches gilt für das Motiv des mutmaßlichen Täters Stefan D.
Die Polizei wollte gestern keine Angaben darüber machen, ob sich Johannes T. und dessen angeblicher Mörder gekannt haben. Der Leichnam des 63-Jährigen sollte gestern Abend im Institut für Rechtsmedizin obduziert werden, um Todesursache und Todeszeitpunkt zu klären.
Stefan D. wurde am späten Nachmittag erneut von der Polizei vernommen. Dieses Mal im Beisein eines Dolmetschers. Inhalte des Gesprächs wollte die Mordkommission bislang nicht verraten.
Ressort: HH Hamburg
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