NINA GESSNER
Der Osterfeuer-Brauch geht bis in die Bronzezeit zurück. Die alten Sachsen huldigten so der germanischen Frühlingsgöttin, die einer Theorie nach "Ostera" hieß. Das Feuer sollte den Winter vertreiben, seinem Schein wurde eine reinigende Wirkung zugeschrieben, die dem Schutz der Saat und dem vor bösen Geistern galt. Urkundlich wurde der Brauch erstmals 1559 erwähnt.
Die Blankeneser sind stolz auf ihre 300-jährige Osterfeuer-Geschichte. Einige Familien sind seit Generationen dabei. Traditionell gibt es drei Feuer: beim Viereck im Westen, am Knüll in der Mitte und unterhalb vom Baurs Park im Osten. Diese Aufteilung ist auf die drei Fährknechtsloose (Ortsteile) zurückzuführen, aus denen über Jahrhunderte drei Mannschaften gebildet wurden, die abwechselnd die Fähre von Blankenese nach Buxtehude ruderten. Die alte Einteilung hat bis heute überlebt. Hinzugekommen ist das Mühlenberger Feuer.
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