CHRISTOPH HEINEMANN
Was die Bikes können und kosten
Feuerrot und blitzeblank stehen sie vielerorts am Straßenrand: Zwei Mal wurde der Start verschoben - jetzt sind die neuen Leihfahrräder der Stadt endlich einsatzbereit. Obwohl Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk (GAL) erst morgen offiziell den Startschuss für "StadtRad Hamburg" gibt, können die Flitzer am Hauptbahnhof und in Altona schon getestet werden. Die MOPO machte den Test und beantwortet die wichtigsten Fragen zu den Leihrädern.
- Wo gibt es die Räder?
Zum Start stehen rund 700 Fahrräder an 68 Leihstationen (siehe Karte) bereit, die sich größtenteils an S- und U-Bahnhöfen sowie im erweiterten Innenstadtbereich finden. Läuft das System gut an, sollen im nächsten Jahr 40 weitere Leihstationen mit 500 neuen Rädern eingerichtet werden. "Mit einem dichten Netz von festen Verleihstationen wird es in Hamburg noch leichter, auf das Fahrrad umzusteigen", lobt Anja Hajduk das Konzept.
- Wie funktioniert das Ausleihen?
Neukunden müssen sich zunächst mit ihrer EC- oder Kreditkarte registrieren. Dies funktioniert über ein Touchscreen-Terminal - in der Praxis ist die Schrift auf dem Bildschirm allerdings recht schwer zu entziffern und die Eingabe der persönlichen Daten umständlich. Einfacher ist die Vorabregistrierung im Internet (www.stadtrad hamburg.de) oder per Telefon unter (040) 822188100 (24 Stunden am Tag). Einmal angemeldet, können rund um die Uhr Räder ausgeliehen werden. Dazu erhalten Kunden am Terminal einen vierstelligen Ausleihcode, mit dem sich das Fahrrad aufschließen und zwischendurch absperren lässt. Wenn das Rad zu einer Leihstation zurückgebracht wurde, loggt sich der Nutzer mit dem Code aus.
- Was kostet die Nutzung? Die erste halbe Stunde ist kostenlos. Von der 31. bis zur 60. Minute kostet die Leihgebühr vier Cent pro Minute, ab der 61. Minute müssen acht Cent gezahlt werden. Für BahnCard- und HVV-Jahreskarteninhaber reduziert sich der Minutenpreis auf drei bzw. sechs Cent. Maximal kostet das Rad zwölf Euro pro Tag. Der Betrag wird innerhalb von zwei Wochen vom Konto abgebucht.
- Wer betreibt das Leihsystem?
Die Behörde für Stadtentwicklung hat die Deutsche Bahn mit dem Betrieb der Leihräder beauftragt. Dafür bekommt die Bahn von der Stadt 1,1 Millionen Euro pro Jahr an Betreiberentgelt.
- Was wird gegen Vandalismus und Diebstahl unternommen?
"Wegen Diebstahls machen wir uns kaum Gedanken", sagte ein Sprecher der Bahn. Die elektronische Verriegelung sei sehr zuverlässig. Auch Beschädigungen der Fahrräder befürchtet die Bahn nicht: Erfahrungen aus anderen Städten zeigten, dass die Fahrräder nur äußerst selten Opfer von Vandalismus würden.
Info:
Leihstationen
Hier gibt es die Leihräder unter anderem
Ottenser Marktplatz
Bahnhof Altona West & Ost
Hauptbahnhof West & Ost Königstraße/Struenseestraße
Große Bergstraße/Jannsenstr.
Fischmarkt/Breite Straße
Reeperbahn /Königstraße
Landungsbrücken/Hafentor
Millerntorplatz /U-Feldstraße
Paulinenplatz/Wohlwillstraße
Neuer Pferdemarkt
Schulterblatt/Eifflerstraße
Eimsbütteler Str./Waterloostr.
Christuskirche/Fruchtallee
Osterstraße/Bismarckstraße
Geobenstr./Eppendorfer Weg
Sternschanze/Dänenweg
Michaeliskirche/Krayenkamp
Messehallen/Marktstraße
Grindelberg/Bezirksamt Eimsb.
Isestraße/Hoheluftbrücke
Martinistraße/UKE
Rödingsmarkt/Großer Burstah
Stadthausbrücke/Neuer Wall
Gänsemarkt/Buschstraße
Jungfernstieg (zwei Stationen)
Bahnhof Dammtor Süd & Nord
Universität/Moorweidenstraße
Universität/Schlüterstraße
Innocentiapark/Oberstraße
Eppendorfer Baum/Isestraße
Hudtwalckerstraße/Bebelallee
Meßberg/Willy-Brandt-Straße
Mönckebergstraße/Rosenstr.
Mönckebergstr./Steintorwall
Gerhart-Hauptmann-Platz
Jacobikirche/Steinstraße
Lange Reihe/Kirchenallee
Kurze Mühren/Spitalerstraße
S-Bahnhof Berliner Tor
Kellinghusenstraße/Loogeplatz
Burgstraße/Hammer Landstr.
Wartenau/Lübecker Straße
Hammerbrook/Sachsenfeld
Zitat:
"Es wird leichter, in Hamburg auf das Rad umzusteigen"
Senatorin Anja Hajduk (GAL)
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