SIMON BRAASCH, FLORIAN REBIEN
Es ist diese Leichtigkeit, mit der Collin Benjamin durchs Leben geht, die ansteckt. Seinen Schlenzer zum 1:0 im Finale des T-Home-Cups gegen Stuttgart quittierte der Namibier mit dem ihm üblichen Witz. "Da hat man den alten Stürmer in mir gesehen", gab er lachend preis. "Ich denke, unser Trainer hat's kapiert."
Im Angriff wird Benjamin dann wohl doch nicht mehr so schnell zum Einsatz kommen. Sein Aufgabengebiet beschränkt sich längst auf defensive Positionen. Mit einem Schmunzeln nimmt er zur Kenntnis, dass auch diesmal andere Namen heißer gehandelt werden. "Ich stand noch vor keiner Saison in der Wunschelf", sagt Benjamin. "Aber ich habe immer meine Einsätze bekommen - so kommt es auch diesmal."
Purer Optimismus des Allrounders, der womöglich in seine letzte HSV-Saison geht. Ließ er sich in früheren Jahren noch von negativen Gedankengängen leiten, macht sich nun die sportpsychologische Arbeit bemerkbar. Seit Jahren nimmt Benjamin externe Beratungen in Anspruch, fühlt sich im Kopf klarer - und startet ehrgeizig aber gelassen in die Saison. Und wenn gar nichts mehr geht, erinnert sich Bruno Labbadia ja vielleicht doch an den Stürmer Collin. "An diese Katzenhaftigkeit, die mich schon immer vor dem Tor ausgezeichnet hat", sagt Benjamin. Und lacht.
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