FREDERIK AHRENS
Eishockey Kanada-Kante spricht nach seiner Landung über seine Familie, Gardner und Basketball
Auf seinem Shirt und dem Base-Cap steht "Tahiti", um den Hals baumelt der Freezers-Schal. Mathieu Biron zeigte sich bei seiner Ankunft auf dem Hamburger Flughafen als Verteidiger der Marke "heißkalt".
Der Ex-Frankfurter kam ganz allein. Dabei ist der 29-Jährige frisch verheirateter Papa. Vor acht Monaten brachte Anne-Marie Söhnchen Edouard zur Welt. Am 20. Juni folgten die Hochzeit und die Flitterwochen auf der Südseeinsel Tahiti. "Eine unglaublich aufregende Zeit", schwärmt der 104-Kilo-Koloss mit den stahlblauen Augen. "Im September kommen beide nach."
Bis dahin wird sich der Frankokanadier mit seiner neuen Heimat längst vertraut gemacht haben. "Dass Hamburg eine wunderschöne Stadt ist, habe ich ja schon in der ersten Play-off-Runde gesehen", sagt Biron. Mit den Lions scheiterte er damals nach fünf Duellen an den Freezers, mit denen er zu der Zeit "noch nicht wirklich gesprochen hatte".
Später aber war es umso überzeugender, was ihm über François Fortier, mit dem er in der Jugend und in diesem Sommer auf dem Eis stand, zu Ohren kam. "Gerade über den Trainer Paul Gardner habe ich viele positive Dinge gehört." Für ihn wolle er nun seine Stärken voll einbringen. Welche das seien? "Schaut mich an", lacht die 1,92-Meter-Kante. "Ich bin ein großer Typ." Außerdem sei er ein vielseitiger Verteidiger, habe einen guten Schuss und ein vernünftiges Passspiel.
In der letzten Saison stellte der Ex-NHL-Crack (253 Einsätze) das allerdings zu selten unter Beweis. Fünf Tore und 17 Assists. "Eine So-lala-Saison", sagt Biron, der auch leidenschaftlicher Basketball-Fan ist. Trotz seiner Größe habe er allerdings nie mit dem Gedanken gespielt, ein professioneller Korbjäger zu werden. "Ich bin weiß, ich bin Kanadier, da spielt man Eishockey."
Zitat:
"Ich bin weiß, ich bin Kanadier, da spielt man Eishockey"
Mathieu Biron
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