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25.10.2009
ARCHIV: Konflikte
 

Terror kehrt nach Bagdad zurück

Bagdad - Zwei Selbstmordattentäter haben am Sonntag in Bagdad mindestens 50 Menschen mit in den Tod gerissen.

Bagdad - Zwei Selbstmordattentäter haben am Sonntag in Bagdad mindestens 50 Menschen mit in den Tod gerissen. Die Zahl der Verletzten wurde vom irakischen Gesundheitsminister Saleh al-Hasnawi mit 260 angegeben. Augenzeugen hatten zuvor von mindestens 67 Toten berichtet.

Der erste Attentäter brachte seine Autobombe in der Nähe des Justizministeriums zur Explosion. Der zweite Terrorist sprengte sich mit seinem Sprengstoffauto neben dem Gebäude des Provinzrates in die Luft.

Über den Gebäuden im Zentrum Bagdads schwebten dichte schwarze Rauchwolken. Auf den Straßen lagen nach Berichten von Augenzeugen zahlreiche Leichen. Auch in ausgeglühten Autos, die von der Wucht der Detonation erfasst worden waren, lagen verbrannte Leichen. Gebäudefassaden waren schwer beschädigt.

Es war der schwerste Anschlag in Bagdad seit dem 19. August. Auch damals hatten Attentäter Sprengsätze vor Regierungsgebäuden gezündet. Damals starben über 100 Menschen.

Eine anschließende Diskussion darüber, ob die Sicherheitsmaßnahmen möglicherweise unzureichend waren, erstickte die Regierung, indem sie einen Streit mit Syrien vom Zaun brach. Die diplomatischen Beziehungen zwischen den Nachbarländern wurden mehr oder weniger eingefroren, nachdem der Irak der syrischen Regierung vorgeworfen hatte, sie beherberge die Drahtzieher der Anschläge. Die US-Truppen hatten ihre Stützpunkte in den irakischen Städten im Sommer geräumt.


 

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