Dienstag, 9.02.2010

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30.10.2009
ARCHIV: A-ha in der Color Line Arena
 

Eine Reise ins Nimmerland der Musik

EVA JOST

Drei Anläufe und ein revolutionäres Musikvideo brauchten drei junge Norweger, bis sie mit "Take On Me" im Sommer 1985 endlich weltweit den Durchbruch in den Charts schafften.

Ein Vierteljahrhundert später reichen die ersten Klänge von "The Sun Always Shines On TV": Die Menschen in der ausverkauften Color Line Arena erheben sich von ihren Sitzen und folgen ihnen willenlos! Dem Gitarristen Pal Waaktaar-Savoy, dem Keyboarder Magne Furuholmen, der von den Dreien am liebsten spricht und die Fans augenzwinkernd mit "Moin, moin" begrüßt. Aber vor allem folgen sie natürlich Morten Harket, diesem Peter Pan des Pop mit der ewig jungen Falsett-Stimme.

Es ist eine Reise ins Nimmerland der Musik, ­in ein Land, wo es keine Flanellhemden gibt und keine fusseligen Bärte. Wo die Neunziger und der Grunge nie stattgefunden haben.

Stattdessen: Eine Bühnenshow, die mit pixeligen Commodore-64-Grafiken und psychedelischen Filmen auf Split-Screen-Wänden die 80er und die Neuzeit vereint. Und vor allem: Schwerelose Songs, die sich zu einem wunderbar harmonischen Klangteppich verweben: Das hymnische "Riding The Crest" vom neuen Album "Foot Of The Mountain", der Klassiker "Stay On These Roads", "Summer Moved On", der erste Erfolg nach der Trennung in den 90ern. Kein Hit fehlt. Jeder wird frenetisch bejubelt.

Ganz zum Schluss, natürlich: "Take On Me". Zeitlos schön, zum Schmachten, zum Träumen. Harket mag die Höhen mit seiner Stimme nicht mehr so erklimmen wie einst, aber was Kritiker damals als seichten Bubblegum-Pop schmähten, klingt an diesem Abend so gar nicht gestrig.

Vor zwei Wochen haben A-ha erklärt, dass sie sich endgültig trennen. 2010 soll Schluss sein. Doch zur Abschiedstour "Ending On A High Note" sieht man sich ja vielleicht doch noch einmal in Hamburg.

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