Donnerstag, 24.12.2009

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09.11.2009
ARCHIV: Nur 2:2 in Hannover
 

Blöder Elfmeter versaut HSV den Sieg

Schon das dritte Bundesligaspiel hintereinander, in dem der HSV kurz vor dem Ende Punkte liegen ließ. „Langsam ist das zum Kotzen“, schimpfte Kapitän David Jarolim.

Was für ein Frust. Dabei tat der HSV über weite Strecken alles dafür, den Maschsee-Fluch (nur ein Sieg in 21 Jahren) zu bannen. Bruno Labbadia schien das passende Rezept parat zu haben. Anstelle von Berg und Pitroipa, beorderte er Elia und Torun in den Angriff. Und das neue Sturmduo wirbelte die 96-Abwehr von Beginn an durcheinander.
Vor allem Elia stach hervor. Nach fünf Minuten scheiterte er noch knapp, zirkelte aus acht Metern am langen Pfosten vorbei. Zehn Minuten später aber legte er mustergültig für Jansen auf, der aus kurzer Distanz mit links zur Führung einschob (15.).

Es lief wie geschmiert, bis die lästige Hamburger Kopfballschwäche Frustgefühle auslöste. Nach Djakpas Eckball ließ Rozehnal Ya Konan entwischen und der Ivorer nickte ein (26.). Bereits der achte Kopfball-Gegentreffer dieser Saison für den HSV. Kein Bundesliga-Team stellt sich im Luftkampf dusseliger an.

Und dennoch hätte es zum Sieg reichen müssen. Elia ließ den HSV wieder jubeln, verlängerte Trochowskis Freistoß per Kopfball-Wischer zur erneuten Führung ins Netz (44.). Der Maschsee doch fest in Hamburger Hand?
Bis kurz vor dem Abpfiff glaubte niemand daran, dass die HSV-Profis mit finsteren Mienen in den Bus steigen würden. "Nur eine Mannschaft hat hier Fußball gespielt", analysierte Jarolim. Was aber nutzt der Aufwand, wenn der Ertrag nicht eingefahren wird? Torun scheiterte am Pfosten (53.), Zé Roberto am gut reagierenden Enke (76.). So kam es, wie es kommen musste: HSV-Schreck Stajner (traf schon zum fünften Mal gegen Hamburg) holte gegen Rincón den Elfmeter heraus (siehe Nebentext), der zur Punkteteilung führte.

Eine gefühlte Niederlage. Wieder mal. "Unglaublich, wie wir das wieder gemacht haben", moserte Joris Mathijsen. Auch Labbadia sprach von einem "bitteren Tag. Das Entscheidende war, dass wir nicht das dritte Tor gemacht haben."

Zwei verlorene Punkte, die dem HSV am Ende der Saison teuer zu stehen kommen könnten. "Wir hatten es selbst in der Hand, zu gewinnen", haderte Jarolim, bevor sich der Bus zurück nach Hamburg in Bewegung setzte. Vorbei am pechschwarzen Maschsee. Das Glück der Hamburger liegt weiterhin auf seinem Grund.

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