THOMAS HIRSCHBIEGEL
Ein Schwarzer ist am Sonntag in Hamburg von einem Unbekannten auf offener Straße beschimpft und niedergeschlagen worden. Der 37-Jährige hatte mit seinem Auto an der Nordkanalstraße/Nagelsweg an einer Ampel angehalten, als ein Mann einen Aufkleber mit fremdenfeindlichen Aussagen an das Heck des Pkw klebte.
Hamburg muss deutsch bleiben." Einen Aufkleber mit dieser NPD-Parole klebte ein Rechtsradikaler in Hammerbrook an den Mercedes eines dunkelhäutigen Mannes. Als sich der 37-Jährige beschwerte, schlug ihn der Neonazi zu Boden. Mit dem Verdacht auf Hirnblutungen wurde das Opfer gestern in ein Krankenhaus eingeliefert. Notoperation!
Kurz vor 7 Uhr stand der Mercedes-Fahrer an der roten Ampel an der Nordkanalstraße/Nagelsweg unweit des ADAC-Hauses. Plötzlich bemerkte er, wie ein etwa 20 Jahre alter Mann am Heck seines Autos hantierte. Der Fahrer stieg aus und sah den NPD-Aufkleber an seinem Auto. Als er den Täter ansprach, pöbelte der auf ihn ein und schlug mit der Faust zu. Von den Hieben im Gesicht getroffen, ging der 37-Jährige zu Boden.
Der Schläger stieg als Beifahrer in einen dunklen Kleinwagen und raste mit einem Begleiter davon. Nun braucht die Polizei (Tel. 428656789) Hinweise auf den mittelgroßen Täter, der Deutscher oder Osteuropäer sein soll. Der Gesuchte hat mittelblonde Haare, ist schlank und trug einen Pulli. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Der Aufkleber der Hamburger NPD wurde sichergestellt.
Erst im März dieses Jahres war ein dunkelhäutiger Taxifahrer (61) an der Eiffestraße, ganz in der Nähe vom aktuellen Tatort von Neonazis verprügelt worden.
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