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21.11.2009
ARCHIV: URTEIL GEGEN PHILIP MORRIS
 

300 Millionen Dollar für eine US-Raucherin

MF

FORT LAUDERDALE Ihre Lungen sind kaputt, nur mit Mühe bewältigt Cindy Naugle (61) die paar Schritte vom Rollstuhl in den Zeugenstand. Doch ihr Auftritt vor Gericht zeigte Wirkung. Die Klage der Ex-Raucherin gegen den Tabakkonzern Philip Morris hatte Erfolg: Die Jury verhängt eine Rekordstrafe von 300 Millionen Dollar.

Die US-Amerikanerin hatte 1968 mit 20 angefangen zu rauchen, "um älter auszusehen". 25 Jahre lang war sie starke Raucherin. 1993 gelang es ihr, aufzuhören.

Doch es war zu spät. Die Ärzte diagnostizierten ein unheilbares Lungenemphysem. "Niemals" hätte sie mit 20 den ersten Zug gemacht, so Naugle vor Gericht in Florida, wenn sie gewusst hätte, was Philip Morris schon damals bekannt gewesen sei. Nämlich, dass Nikotin eine Droge ist, die in hohem Maße süchtig macht.

Das Gericht sprach der Ex-Raucherin die Rekordsumme von umgerechnet 202 Millionen Euro zu. Philip Morris will in Berufung gehen. (mf)

Ressort: politik


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