Mittwoch, 10.02.2010

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21.11.2009
ARCHIV: REAKTIONEN
 

"Das trifft mich wie ein Schlag!"

Jörg Schmadtke (Manager Hannover 96): "Ich habe gedacht, dass die Vorsichtsmaßnahmen nach dem Fall Hoyzer greifen, und bin mehr als erstaunt, dass es wieder passiert ist. Ich hätte vorher immer ausgeschlossen, dass so was im deutschen Fußball möglich ist. Aber man kann sich wohl nie sicher sein."

Walter Hellmich (Präsident MSV Duisburg): "Erschütternd. Ich kann solche kriminellen Energien nicht nachvollziehen. Solange im Zuge der Ermittlungen keine Namen von Vereinen oder Spielern genannt werden, sind alle Spekulationen Kaffeesatzleserei."

Dirk Zingler (Präsident 1. FC Union Berlin): "Das ist für mich unvorstellbar. Das ist für mich auch ein unerträglicher Zustand. Wir wollen endlich einen sauberen Sport haben, jetzt fängt das Theater wieder an."

Wolfgang Holzhäuser (Geschäftsführer Bayer Leverkusen): "Es ist schwer, sich gegen solche Praktiken zur Wehr zu setzen. Aber wir sind überzeugt davon, dass wir als Verein nicht betroffen sind. Nach dem Hoyzer-Skandal haben wir in alle Arbeitsverträge eine Klausel eingebaut, dass die Spieler verpflichtet sind, etwaige betrügerische Angebote an mich oder Rudi Völler zu melden. "

Heribert Bruchhagen (Vorstandschef Eintracht Frankfurt): "Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen. Ein Bundesligaspiel zu manipulieren, ist schlichtweg undenkbar."

Nico Frommer (von Januar 2007 bis Sommer 2009 beim VfL Osnabrück, jetzt RB Leipzig): "Das trifft mich wie ein Schlag. Ich bin schockiert, dass in der eigenen Mannschaft so etwas vorgefallen sein soll. Wenn man von einem neuen, vermeintlichen Wettskandal hört, geht man natürlich noch einmal die besagten Spiele durch. Gegen Nürnberg ist mir nichts aufgefallen. Gegen Augsburg gab es ein, zwei krasse Fehler von uns. Aber ob die wirklich mutwillig waren, so weit möchte ich nicht vorgreifen."

Christian Bönig (Teammanager FC St. Pauli): "Es ist traurig, dass es immer noch Leute gibt, die denken, mann könne so etwas ungestraft machen."

Andreas Möller (Manager von Drittliga-Spitzenreiter Kickers Offenbach): "Das ist unfassbar. Eigentlich kann man sich so etwas gar nicht vorstellen, doch es passiert trotzdem immer wieder. Solange nichts bewiesen ist, wird es viele Spekulationen geben."

Jan Schindelmeiser (Manager 1899 Hoffenheim): "Das ist unglaublich. Man kommt sich vor wie in einem Parallel-Universum. Natürlich ist man froh, dass die Bundesliga davon nicht betroffen ist, doch das macht die Sache nicht besser."

Hajo Sommers (Präsident Rot-Weiß Oberhausen): "Es war ein Irrglaube, davon auszugehen, dass Wettmanipulationen aufhören, nur weil vor einigen Jahren mal zwei Betrüger verhaftet worden sind. Solange gewettet werden kann und es geldgeile Menschen gibt, wird weiter versucht, auf diese Art zu betrügen."

Reinhard Rauball (Ligapräsident): "Ligaverband und DFL werden die Aufklärungsarbeit vollumfänglich unterstützen. Das sind wir dem Fan schuldig."

Theo Zwanziger (DFB-Boss): "Die Gerichte sind uns eine Hilfe im Kampf um einen sauberen Wettbewerb. Es ist gut, wenn sie konsequent durchgreifen."

Ressort: THEMA DES TAGES


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