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21.11.2009
ARCHIV: FUSSBALL
 

... als Richard Golz in der Sturmspitze ran musste

SVEN TÖLLNER

DFB zwang den HSV zum Antreten - da setzte Magath ein Zeichen

Die fiese HSV-Seuche - im April 1996 gab es eine vergleichbare Situation. Es war sogar noch schlimmer. Der damalige Coach Felix Magath fuhr mit 14 Profis zu Hansa Rostock - einer davon Ersatztorwart Holger Hiemann.

Alle Bitten um Verständnis hatte der DFB abgelehnt - der HSV spielte und verlor mit 0:2. Um seinen Unmut nachdrücklich kundzutun, wechselte Magath in der 83. Minute Hiemann für den ausgepumpten Angreifer Stendel ein. Der Reservekeeper ging ins Tor, die Nummer eins Richard Golz wurde in die Sturmspitze beordert. "War schon irgendwie komisch", gab Richie zu. Teammanager Jürgen Ahlert - schon damals aktiv - erinnert sich: "Er brauchte ein Feldspieler-Trikot. Wir haben das mit der 7 von Sven Kmetsch genommen, mit Tapeband eine 1 daraus gemacht und den Namen Golz auch auf Tapeband geschrieben." Doch auch der Not-Angreifer konnte die Partie nicht mehr drehen.

Eine paar Tage später spitzte sich die Lage weiter zu. Nur noch sechs einsatzfähige Profis - acht müssen es mindestens sein. Das Spiel gegen Bayer Leverkusen wurde abgesagt und ein paar Tage später nachgeholt. Der HSV spielte 2:2.


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