SVEN TÖLLNER
Blitz-Comeback geplatzt: Der Brasilianer fällt gegen Bochum definitiv aus
Die Hoffnung starb gestern zuerst. "Zé fällt aus", stellte Bruno Labbadia zu Beginn seiner Ausführungen klar. Gebibbert, gezittert, gehofft - doch der Super-Brasi hat den Wettlauf gegen die Zeit verloren. "Ich habe noch Schmerzen", verrät der 35-jährige Strippenzieher. In der kommenden Woche beginnt er mit dem Lauftraining - sein Einsatz in Mainz? Ungewiss!
"Ich mache mir Sorgen", sagt der geniale Linksfuß, der dem HSV-Spiel in dieser Saison bislang so sehr seinen Stempel aufdrückte. Er erklärt: "Wir hatten so einen guten Lauf - jetzt haben wir so viele Verletzte." Die Angst vor dem schleichenden Abschied aus der Spitzengruppe hat nun auch den erfahrenen Brasilianer ergriffen.
Bis auf Weiteres wird der große Zé sich mit der Rolle des Beobachters abfinden müssen. "Dabei bin ich leider überhaupt kein guter Zuschauer. Ich will immer selbst spielen - auf der Tribüne werde ich total nervös." Frustrierend für den Fußballkünstler - zumal seine Familie noch immer nicht in Hamburg weilt. "In solchen Situationen vermisst man seine Lieben natürlich ganz besonders."
Oberkörpertraining, ein bisschen Fahrradfahren, leichte Kräftigungsübungen - mehr ist seit seinem Bänderanriss im rechten Knöchel nicht drin. Nach zehn Tagen Gips hat seine Wadenmuskulatur gelitten, der Mittelfeldmann hat Nachholbedarf. Ob es für den Auswärtsauftritt in Mainz reichen wird? "Ich weiß es nicht", sagt Zé, "aber ich hoffe es natürlich."
Ressort: sport
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