Die Befürworter eines Ikea-Möbelhauses in Altona haben einen Bürgerentscheid über die umstrittene Ansiedlung durchgesetzt.
Die Bezirksversammlung machte am Donnerstagabend den Weg für eine Abstimmung im Januar frei, wie die CDU-Fraktion in Altona mitteilte. Eine Mehrheit von CDU, SPD und GAL stimmte für das Bürgervotum. Nach dem Willen der Politiker soll die Ansiedlung die Große Bergstraße beleben.
Ein weiteres Bürgerbegehren richtet sich gegen die Ikea- Ansiedlung. Die Initiatoren hätten noch bis Ende Februar Zeit, die nötigen Unterschriften zu sammeln, sagte eine Sprecherin von „Kein Ikea in Altona“ am Freitag. Sowohl die Pro- als auch die Contra- Initiative seien dagegen, die beiden Bürgerbegehren zusammenzulegen, hieß es. Die Fragestellung von „Pro Ikea Altona“ sei „tendenziös“ und „irreführend“. Die Gegner befürchten unter anderem eine starke Zunahme des Verkehrs rund um die Große Bergstraße.
Das schwedische Möbelhaus will das sogenannte Frappant-Gebäude in Altona abreißen, um dort eine Filiale zu bauen. Das lange leerstehende Gebäude wird derzeit von rund 130 Künstlern genutzt. Es solle für ein Kunst- und Kulturzentrum erhalten bleiben, forderte eine Sprecherin.
Das Hamburger „Recht auf Stadt“-Netzwerk, in dem sich zahlreiche Initiativen organisiert haben, plant für Samstag eine Demonstration und ein Fest, bei dem unter anderem der Regisseur Fatih Akin und der Musiker und Autor Rocko Schamoni dabei sind. Auch die Künstler, die das Gängeviertel besetzen, unterstützen ihre Kollegen aus dem Frappant-Gebäude. (dpa)
Artikel drucken
Artikel versenden
Leserbrief schreiben
Meinung sagen und diskutieren
Zurück zur Übersicht
Zu Social-Bookmarking-Diensten hinzufügen:
Hält die Liebe auch mal Langeweile aus? mehr
Alle Kinder sollten in die Vorschule gehen mehr
Der Fortschritt hält Einzug mehr
Die Doktorandin und die Wohnung mehr
Ärger im Restaurant? So wehren Sie sich! mehr
Nachhilfeunterricht ist oft ein Statussymbol mehr