THOMAS HIRSCHBIEGEL, MARIUS RÖER
Waldemar F. und Heinz J. sterben an Kohlenmonoxid-Vergiftung.
Der Tod in der Sauna kam schleichend. Nacheinander sackten Waldemar F. (45) und Heinz J. (50) in der Kleingartenkolonie in Neugraben zusammen. Als Angehörige Stunden später nachsahen, kam jede Hilfe zu spät. Die Männer waren an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben.
Die beiden Spätaussiedler aus Rußland hatten Dienstagnachmittag in dem Kleingartenverein Francoper Straße Bier und Wodka getrunken. Hinter ihrem Schrebergartenhaus stand eine kleine selbstgebaute Sauna. Sie beheizten den Ofen und gingen hinein.
Als gegen 21.30 Uhr der 50-jährige Heinz J. noch nicht wieder zu Hause war, machte sich seine Frau Sorgen und fuhr zum Kleingarten. Sie entdeckte die beiden leblosen Männer in der kleinen Sauna. Verzweifelt rieb sie die stark verbrannten Männer mit Schnee ab, versuchte, sie wiederzubeleben, doch sie waren vermutlich schon mehrere Stunden tot. Die verzweifelte Frau alarmierte die Feuerwehr und ihren Sohn, dann brach sie mit einem schweren Schock zusammen und musste in eine Klinik gebracht werden. Der alarmierte Notarzt konnte nichts mehr für Waldemar F. und Heinz J. tun.
Das Landeskriminalamt (LKA) übernahm die Ermittlungen. Eine Obduktion im Gerichtsmedizinischen Institut am UKE ergab gestern, dass beide Männer an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben waren.
Polizeisprecherin Ulrike Sweden: "Offenbar war der Saunaofen überdimensioniert, dadurch wurde der Räumlichkeit der Sauerstoff entzogen. Das führte zum Tod der Opfer."
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