Montag, 15.03.2010

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24.12.2009
ARCHIV: DIE GROSSE MOPO-UMFRAGE ZUM FEST
 

So feiern die Hamburger Weihnachten

STEPHANIE LAMPRECHT

14 Fragen und Antworten: Nur jeder Zweite hat einen echten Baum. Die meisten beschenken mehr als drei Menschen.

Heute ist Heiligabend, der Tag, für den (fast) jede Familie ihre ganz eigenen kleinen Rituale hat. Schmückt Papa den Baum alleine und ruft alle rein, wenn er fertig ist? Oder dürfen alle Familienmitglieder nach Herzenslust Kugeln an die Zweige hängen? Wird die Bescherung mit einem Glöckchen eingeläutet? Läuft der Fernseher oder seit Jahren dieselbe Schallplatte mit den Wiener Sängerknaben?

Es gibt aber auch ein paar Rituale, die bei vielen Hamburger Familien gepflegt werden. Exklusiv für die MOPO führte das Forschungsinstitut "YouGov" eine Online-Umfrage unter 517 repräsentativ ausgewählten Hamburgern durch und fragte: "Wie feiern Sie Weihnachten?"

Wichtigste Erkenntnis: Die meisten Hamburger finden Weihnachten bei allem Stress doch schön. Aber immerhin ein Viertel ist auch froh, wenn es vorbei ist.

Die totalen Fest-Boykotteure sind in der Minderheit - möglicherweise weil sie einer anderen Religion angehören. Obwohl - auch in vielen muslimischen Haushalten brennen heute Abend die Lichter am Weihnachtsbaum, einfach, weil es schön ist. Überraschend: die Sangeslust der Hamburger. Überwältigende 93 Prozent geben an, dass Weihnachtslieder dazugehören. Nun gut, vielleicht summen einige auch nur die Lieder der Wiener Sängerknaben mit. Oder "Last Christmas" von Wham.

Und was liegt heute Abend unter Hamburger Weihnachtsbäumen? Bis zu 50 Euro geben viele Hamburger aus - pro Beschenktem versteht sich. Und ein Viertel kauft sogar Geschenke, die bis zu 150 Euro kosten dürfen.

Das typische Hamburger Weihnachtsfest: Die Familie trifft sich, keiner ist verreist, es gibt einen Baum mit Lichterkette, ohne Ballen, darunter liegen CDs und Kleidung, auf dem Tisch steht ein Braten. Musik läuft, einige singen, die Kinder sagen Gedichte auf ("Von drauß' vom Walde") und dann geht's in die Kirche. Frohe Weihnachten, Hamburg!

Info:
So arbeitet "YouGov"

"YouGov" wurde 1991 als Marktforschungsinstitut unter dem Namen "Psychonomics" gegründet, in England sind sie etabliert, in Deutschland sind sie seit Kurzem auch im Bereich der politischen Umfrage tätig. Das Institut arbeitet mit einer relativ neuen, etablierten Umfragemethode. Dabei wird auf einen Pool von Leuten zurückgegriffen, die sich online für Befragungen zur Verfügung stellen - so genannte Panel-Listen. Um die Repräsentativität zu wahren, füllt jeder Panelist einen Fragebogen zu persönlichen und politischen Dingen aus. Damit ist eine Mischung der Bevölkerungsschichten garantiert.

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