SIMON BRAASCH
Der Ivorer sagt Sunderland ab - und verzichtet auf Millionen!
Knapp 7000 Kilometer Luftlinie trennen Guy Demel zurzeit von Hamburg und dem HSV. In Angola kämpft der 28-Jährige mit der Elfenbeinküste um den Afrika-Cup - und sitzt auf gepackten Koffern, so wurde vermutet. Nun aber können die HSV-Fans aufatmen: Demel wird dem Verein erhalten bleiben, der Ivorer hat sich gegen ein Engagement bei Premier-League-Klub FC Sunderland entschieden. In der MOPO nennt er die Gründe.
MOPO: Sunderland buhlte wochenlang um Sie - doch Ihre Entscheidung ist gefallen.
Demel: Richtig. Ich werde beim HSV bleiben. Das steht fest.
MOPO: Was gab den Ausschlag?
Demel: Da gab es mehrere Gründe. Zum einen habe ich ja immer gesagt, dass ich mich in Hamburg und beim HSV sehr wohl fühle. Ich habe nun für mich entschieden, dass die Zeit noch nicht gekommen ist, Hamburg zu verlassen.
MOPO: Welche Gründe meinen Sie genau?
Demel: Was mich sehr gefreut hat, war das Telefonat, das ich vergangene Woche mit unserem Klubboss Bernd Hoffmann hatte. Er hat mir gesagt, dass er sich freuen würde, wenn ich nach dem Afrika-Cup weiterhin für den HSV spielen würde. Und ich habe auch mitbekommen, dass viele Fans nicht wollten, dass ich gehe.
MOPO: Dennoch - es gab Stimmen, die vermuteten, Sie würden vor allem einen Wechsel ins Auge fassen, um mehr Geld zu verdienen.
Demel: Tja, da sieht man mal, dass nicht alles richtig ist, was erzählt wird. Ich hätte in Sunderland fast das Doppelte von dem bekommen können, was ich beim HSV verdiene.
MOPO: Aber?
Demel: Das ist nun mal nicht alles. Es ist doch legitim, dass man sich Angebote anhört und prüft. Das haben wir getan. Man schaut auf seine Karriere, auf das Finanzielle und natürlich auch auf die Familie. Meine Frau und meine Tochter sind erst im Sommer aus Frankreich nach Hamburg gezogen. Sie haben hier Freundschaften geschlossen und wollen gern bleiben. Und auch für meine Karriere ist es das Beste, beim HSV zu bleiben. Ich möchte doch als Spieler etwas erreichen! Dieser Verein hat große Ziele, denen wir uns jedes Jahr ein Stück nähern. Da möchte ich weiter mitmachen.
MOPO: Ihr Vertrag läuft bis 2012. Es klingt fast so, als könnten Sie sich vorstellen, noch länger zu bleiben.
Demel: Natürlich. Ich bin offen für Gespräche über eine Verlängerung. Wenn der Verein es denn auch möchte.
Zitat:
"Ich hätte in Sunderland fast das Doppelte verdienen können"
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