RENATE PINZKE
Kulturbehörde zahlte Honorar an Hagenbeck-Geschäftsführer.
Unter dem Titel "Zuwendungen besser prüfen" hat der Rechnungshof einen besonders delikaten Fall untersucht: Die Kulturbehörde unterstützte den Bau des Tropariums von Hagenbeck mit zehn Millionen Euro. Als Berater wurde einer der Gesellschafter und Geschäftsführer des Zoos eingesetzt, der für seine Dienste 214.000 Euro kassierte. Bei "der Vergabe von Leistungen an eine Person, die mit dem Zuwendungsempfänger wirtschaftlich verbunden ist, wäre eine umfassende Prüfung" erforderlich gewesen, so der Rechnungshof.
Die Kulturbehörde verteidigt ihr Vorgehen: Der exzellente Ruf des Geschäftsführers "als Experte in allen Bereichen der Zoologie ist bundesweit bekannt und für die Entwicklung des Tropariums von größter Bedeutung". Zudem sei er während seiner Berater-Tätigkeit als Geschäftsführer ausgeschieden.
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