Heute weht ein Hauch ganz großer HSV-Geschichte durch die HSH Nordbank Arena: Das Präsidium hat die Helden vom Europapokalsieg der Pokalsieger von 1977 eingeladen.
Damals, am 11. Mai, hatte es vor knapp 60000 Fans im Finale von Amsterdam einen 2:0-Sieg gegen den RSC Anderlecht gegeben – der erste internationale Titel der Rothosen.
Trainer Kuno Klötzer ist mittlerweile 87 Jahre alt, doch seine Erinnerungen an die Großtat sind noch frisch: „Wir hatten eine tolle Kameradschaft, eine klasse Mannschaft. Das Spiel war die erste Halbzeit ausgeglichen. Schließlich haben wir gewonnen, weil wir mit vier Stürmern agierten.“
Keeper Rudi Kargus fischte alles weg, Manfred Kaltz schaltete den niederländischen Superstar Rob Rensenbrink aus. Die Tore in der 82. und 90. Minute erzielten Schorsch Volkert per Elfer („Ich wusste vorher, dass wir gewinnen“) und Felix Magath („In meiner ersten Saison beim HSV wurden wir Europapokalsieger mit einem Tor von mir – ein sensationeller Start für mich“).
Hinter den Angreifern Arno Steffenhagen, Ferdi Keller und Volkert wirbelte der etatmäßige Stürmer Willi Reimann. Der freut sich immer noch: „Mein erster ganz großer Titel. So was vergisst man nicht – auch weil wir in rosa Trikots siegten.“ Ein internationaler Titel für den HSV, er führt wie damals über Anderlecht.
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